Zeitumstellung

Ein Stunde weniger Schlaf

Ende März werden die Uhren eine Stunde vorgestellt. Daran muss sich der Körper erst gewöhnen. So gelingt’s. 

Guter Rat

Nicht vergessen, die Uhren auf Sommerzeit umzustellen 

Heute Abend gehen Sie bitte früher als sonst ins Bett, liebe Leser. Warum? Weil wir uns um Ihre Gesundheit sorgen. Denn durch die Zeitumstellung verlieren wir nicht nur in der Nacht auf Sonntag eine Stunde Schlaf, sondern für sieben Monate – die ganze Sommerzeit über.  

Schlafmangel. In den Tagen nach der Umstellung passieren mehr Unfälle, mehr Menschen erleiden einen Herzinfarkt. Doch auch ohne Zeitumstellung schläft jeder Dritte hierzulande schlecht. Studien zeigen: Schlafmangel macht dick, schadet dem Herzen, kann zu Depressionen führen. 

Vorbereitung. Wer ohnehin Schlafprobleme hat, sollte sich deshalb auf die Umstellung vorbereiten und die innere Uhr austricksen, rät Biologe Peter Spork, Autor des Buches „Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft“ (Hanser-Verlag, 18,90 Euro). Da die Folgen erst am Montag zu spüren sind, schläft man Sonntag am besten noch mal aus – und geht dann aber abends ein wenig früher ins Bett. 

Tricks. Weil es morgens schon hell ist, kann man die Vorhänge im Schlafzimmer offen lassen und so das frühe Licht zum sanften Aufwachen nutzen. Spork: „Gehen Sie vormittags ohne Sonnenbrille ans Tageslicht. Nutzen Sie die hellen Morgenstunden. Laufen Sie zur Arbeit, wenn es geht.“ In den Nachmittagsstunden muss man dagegen mit dem Licht sparen, dann also die Sonnenbrille aufsetzen. Auch wenn die Uhren vor-gestellt werden, um das Tageslicht länger auszunutzen, gilt für Schlechtschläfer abends: „Ziehen Sie die Rollos früher runter als nötig. Auch die Beleuchtung sollte man dimmen.“ Dann wird man etwas früher müde.

Artikel von christiane.fenske verfasst
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