Buchungsportale imTest

Das beste Hotel für Sie

Wer bietet die niedrigsten Preise, wer die komfortabelste Bedienung: Sechs Hotel-Suchmaschinen im Test.

Was machen Sie eigentlich auf einem Städte-Trip abends nach Essen und Kinobesuch? Ins Hotel fahren? Wir nicht. Besser gesagt, nicht mehr. Denn wir gehen jetzt, statt zu fahren. 

Im Klartext: Eine der besten Funktionen der modernen Hotelsuchmaschinen im Internet ist die vorzügliche Einbindung der Google-Karten. Mit dieser Funktion haben wir nach unserem großen Hotel-Suchtest so viel Routine, dass wir uns zutrauen, immer ein  ein Hotel im Fußgängerradius des Theaters, des Sportpalasts oder des Spezialitätenrestaurants zu finden.
Zugegeben: Ebenso gerne wollen wir natürlich Geld sparen. Und das ist mittlerweile in allen Sterne-Kategorien gut möglich. Wegen des hochentwickelten Internet-Verkaufs ist nämlich ein und dasselbe Zimmer heutzutage zu ganz unterschiedlichen Preisen zu finden.

Den günstigsten Tarif findet man auf den sogenannten Meta-Suchmaschinen. Im Unterschied zu »eingleisigen« Hotelportals wie HRS oder Booking.com vergleichen sie mehrere Hotelsuchseiten. Um Referenzwerte zu bekommen, haben wir aber die beiden Branchenriesen HRS und Booking.com mit getestet.  

Der Gast hat nur Vorteile 

Ein Blick in unserer Ergebnis-Übersicht verrät schnell: Die Meta-Suche ist klar im Vorteil gegenüber den Buchungsportalen, wenn Sie auf den Preis achten wollen oder müssen. Allein dadurch, dass die Meta-Sucher viel mehr Hotels im Blick haben, konnten wir dort gleichwertige Hotels in ähnlicher Lage rund 15 bis 30 Prozent preiswerter buchen als bei den Hotelportalen.

Und auch in der Oberliga gibt es wiederum Unterschiede. So lag Check24 mit seinen Angeboten meistens noch eine Idee unter denen der Konkurrenz. 

Beim Bedienungskomfort dagegen können auch HRS und Booking.com gut mithalten. Bei ihnen kommt man mit wenig Klicks zum Ziel. Unangefochten steht jedoch hier Trivago an der Spitze. Das beginnt bei der bequemen Such-Eingabe und zieht sich bis zur Verfeinerung der Auswahl über die Kartenfunktion.

Unschlagbar: Google-Maps

Besonders können wir die Kombination mit Google-Maps empfehlen. Dort wird nämlich über die Text-Ergänzungsfunktion die exakte Schreibweise einer Adresse gefunden. 

Suchen Sie damit vor einer Städtereise zunächst einen wichtigen Orientierungspunkt – zum Beispiel die Pariser Oper, die Sie abends besuchen wollen. Statt jetzt ein Hotel in der unübersichtlichen Seine-Metropole zu suchen, kopieren Sie sich die Opern-Adresse 8 Rue Scribe in 75009 Paris und geben sie diese in der Hotelsuchmaschine ein. Darauf liefern Check24, Kayak und HRS jede Menge Übernachtungsgelegenheiten in unmittelbarer Umgebung. Bei Trivago funktioniert dieser Service nur eingeschränkt.

Mühsame Frühstücks-Suche

Eine große Schwäche haben jedoch alle Testkandidaten. Ob im günstigen Preis das Frühstück enthalten ist, bleibt häufig offen. Zwar haben manche Seiten einen gesonderten Frühstücks-Filter, beziehen aber nicht alle Hotels mit Inklusivangeboten mit ein.

Auf der anderen Seite weisen manche Hotels ihr Gratis-Büfett gar besonders aus. Im Zweifelsfall müssen Sie sich probehalber bis zur eigentlichen Buchungsseite vorklicken, um sicherzugehen. Dabei lässt sich nicht vermeiden, mehrere Hotels zu prüfen.

Test-Fazit Die besten Preise finden Check24 und Hotelscombined. Die besten Suchfunktionen hat Trivago, gefolgt von Check24 und HRS. Damit erweist sich Check24 als ein würdiger Testsieger und ist für den Reisenden erste Wahl. Zumindest, wenn er sich nicht an der wenig befriedigenden Orientierung per Landkarte stört.

Als gute Kompromisskandidaten können wir Hotelscombined (stark bei den Preisen) oder Trivago (stark bei der Suche) empfehlen. HRS hat das Zeug zum Spitzenplatz beim Suchkomfort, wenn ein paar Ungeschicklichkeiten abgestellt werden. Die Hotelpreise sind allerdings im Vergleich zur Konkurrenz zu hoch. 
Kayak, zu dem auch die fast identischen Seiten Swoodoo.de und Checkfelix.de gehören, ist reich an Funktionen, die aber nicht alle bis zu Ende durchdacht sind.

Günstige Alternativen

Eines allerdings muss jeder wissen, der über Hotelportale bucht: Jeder der verschiedenen Zwischenvermittler beansprucht seine Provision, was sich am Ende auf den Zimmerpreis auswirkt, auch wenn der reine Such-Dienst nichts kostet.

Deshalb lohnt sich auch der Blick in andere Such-Kanäle. Beginnend mit den Jugendherbergen, die gerade in Großstädten häufig hotelähnlichen Komfort bieten, aber deutlich billiger sind. 

Individualisten mieten in fremden Städten gerne Privatwohnungen oder -zimmer auf Zeit, ein Trend, den vor allem der Anbieter Airbnb (s. Kasten rechts)
populär gemacht hat. Und zwar so beliebt, dass örtliche Hoteliers schon gegen diese Konkurrenz mobil machen. Gelegentlich mit Erfolg. In New York soll die Privatvermietung in Kürze verboten werden. 

In Berlin wird wohl die Vermietung ganzer Wohnungen in Kürze durch Landesgesetze untersagt. Einzelne Zimmer einer normalen Mietwohnng dürfen dagegen wohl weiterhin angeboten werden.

Fazit Mit all diesen wunderbaren Internet-Instrumenten können Sie in so ziemlich jedem Ort der Welt den Preis je Bett und Nacht unter 25 Euro drücken. Buchen Sie etwa immer noch im Reise-
büro um die Ecke? 

Hier der Vergleichstest in der Übersicht 

Artikel von Bernd.Adam verfasst
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