E-Bikes im Guter Rat Test

Unterwegs mit Rückenwind

E-Bikes radeln sich fast mühelos. Ins Büro, bei Stadtfahrten oder auf Touren. Wir haben sieben neue Modelle für Sie getestet. 

Am Berg sind Elektroräder die reine Freude. Auch bei Gegenwind spielen sie ihre Stärken voll aus. Ohne Mühe und großen Tretaufwand beschleunigen sie bis auf 25 Stundenkilometer. Das erleichtert längere Wege ins Büro, Stadtfahrten oder Touren am Wochenende. Kein Wunder, dass die Räder ein Verkaufsschlager sind.

Rund 480 000 Stück setzte die Branche vergangenes Jahr ab, zwanzig Mal mehr als noch vor zehn Jahren. Inzwischen würde sich etwa jeder dritte Radler beim Neukauf für ein Bike mit Elektromotor entscheiden. Gefragt sind vor allem normale E-Bikes, die ohne Helm und Versicherung gefahren werden dürfen. Die 45 km/h schnellen S-Pedelecs sind mit rund fünf Prozent des Bestandes in der Minderheit. 

Billig sind E-Bikes aber nicht. Die empfehlenswerte Mittelklasse mit bewährten Mittelmotoren startet ab 1 800 bis 2 000 Euro. Doch welche Modelle sind ihr Geld wert? Wo gibt es eine gute Auswahl und kompetente Beratung?
Wir geben die Antworten.

Test Sieben beliebte City- und Trekkingräder zwischen 2 000 und 3 000 Euro – die meisten gibt es auch mit Trapez- oder Damenrahmen – standen auf dem Prüfstand. Getestet wurden Fahrverhalten, Ausstattung und Handhabung.

Relativ bequem fuhren sich fast alle E-Bikes des aktuellen Jahrgangs. Drei sportliche Modelle (Diamant, Winora, Kalkhoff) verzichteten auf gefederte Sattelstützen. Das störte unsere jüngeren Testfahrer weniger, während es den Älteren deutlich zu hart war. Die bequemste Sitzposition, so das einhellige Urteil, hatten die Räder von Victoria und Koga. Bei den günstigeren E-Bikes verdrehten sich im Testbetrieb mitunter die Handgriffe. Bei Winora klapperte auf dem Berliner Kopfsteinpflaster schnell das billige Schutzblech, bei Kalkhoff die innen verlegten Züge. Die Klingel bei Flyers Premiummodell war nicht mit der Hand am Lenker erreichbar. Ein Detail, das bei vielen Testrädern negativ auffiel.

Top-Wertung Laufruhig, ausgewogen und komfortabel fuhren sich vor allem die Modelle von Koga, Flyer und Victoria. Sie überzeugten auch auf kleineren Touren. Das Flyer punktete mit der größten Zuladung, Victoria mit dem schnelleren Antrieb.

Mittelklasse Alle E-Bikes verfügten über 28-Zoll-Bereifung und Mittelmotor. Federgabeln und griffige hydraulische Bremsen waren Standard. Die meisten Räder hatten winkelverstellbare Vorbauten, wodurch der Lenker auch ohne Mechaniker höherzustellen ist. 

Motoren Alle vier getesteten Motoren – Bosch, Panasonic, Yamaha und Impulse 2.0 – unterstützten das Treten gut. Am gleichmäßigsten gelang dies bei Bosch. Der Motor ließ sich auch einfach bedienen und hatte das übersichtlichste Display mit relativ präziser Anzeige der Restreichweite. Bosch hat als europäischer Marktführer zwar ein paar Kratzer im Lack, seit er gelegentliche Schäden seines älteren Motors Classic+ einräumte und die betroffenen Antriebe austauschte. Die getesteten neuen Motoren der Active und der schnelleren Performance Line betrifft das aber nicht. 

Akkus Bis zu 140 Kilometer Reichweite versprechen einige Hersteller. Das gilt aber nur im sparsamen Eco-Modus. Bei mittlerer Unterstützung hielten die Akkus 60 bis 80 Kilometer durch. Alle hatten um die 400 Wattstunden Energie. Wer seine Anzeige beoachtet, wird kaum ohne Strom liegenbleiben, die Angaben waren recht präzise.Tipp: Für Panasonic- oder Impulse-Motoren gibt es auch stärkere Akkus mit mehr Reichweite.

Test – So haben wir gewertet

Fahren & Motor Jedes E-Bike wurde mit und ohne Motor sowie unter Belastung mit Packtaschen (15 kg) von drei Testfahrern überprüft. Die Reichweite des Akkus ermittelte ein Fahrer (80 kg) mit überwiegend mittlerer Motorunterstützung (Stadt und Tour). Das Fahrverhalten machte 60 Prozent der Note aus.

Handhabung Die Einstellung und Ausstattung der Räder, das Tragen über ein paar Stufen und die Verständlichkeit der Bedienungsanleitung floss zu 40 Prozent in die Wertung ein.

Die Ergebnisse finden Sie oben in der Fotogalerie. Testsieger wurde Victoria e-Treckking 8.8. Das Pegasus Solero E7 R wurde unser Top Preis-Leistungs-Sieger.    

 

Artikel von Gast verfasst
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