Soundbars im Guter Rat-Test

Kinosound für zu Hause

Soundbars nehmen nicht viel Platz weg, peppen den Fernsehton auf und klingen dabei überraschend gut. Einige können sogar noch mehr.

W as den guten Ton betrifft, stellen die »Tagesschau«, »Tatort« oder »Dschungelcamp« moderne Fernseher kaum vor nennenswerte Herausforderungen. Mit den Soundtracks von Reißern wie »Die Tribute von Panem« oder Musicals wie »Mamma Mia« sind die Bildschirmriesen dagegen schnell überfordert. Das liegt vor allem an ihrer flachen Bauweise. Klang braucht einfach Raum und den haben die TV-Geräte nun mal nicht. 

Abhilfe bieten Soundbars, die zum Superbild den entsprechenden Ton liefern, ohne dass sie das Wohnzimmer gleich mit einer Menge Lautsprecherboxen nebst Kabeln verunstalten. 

Kosten Wer beim Klang nicht vom Regen in die Traufe kommen will, sollte für eine Soundbar etwa so viel ausgeben wie für den neuen Fernseher. Guter Rat hat mithilfe einer kleinen Jury bei sieben aktuellen Soundbars zum Preis von 350 Euro bis 1 600 Euro Hörproben genommen.  

Test Insgesamt schnitt das Testfeld gut ab. Klangsieger ist das System CineMate 130 von Bose. Mit 1 600 Euro leider auch das teuerste Modell im Test. Aber CineMate überzeugte mit klarem, kraftvollem Sound und nahezu authentischem Raumklang. Obwohl alle Lautsprecher in einer Reihe platziert sind, ist das durch geschickte Abstrahlung und Ausnutzung der Reflexionen möglich. Das System muss dazu auf den Raum kalibriert werden, das kann sonst nur noch die zweitplatzierte YSP-2500 von Yamaha. 

Alles nichts ohne Bass

Auch der bei Bose Acoustimass Modul genannte Subwoofer trägt seinen Teil zum guten Klang bei und liefert tiefe, kraftvolle Bässe. Dem aktuellen Trend folgend ist er schnurlos mit dem System verbunden und kann überall im Raum aufgestellt werden, wo eine Steckdose ist. 

Überrascht hat die Cinebar 11 von Teufel mit sauberem, dynamischem Klang und ordentlichem Bass. Für 399 Euro eine echte Empfehlung und unser Preis-Leistungs-Sieger. Klicken Sie sich oben in der Bildergalerie durch die Testergebnisse.  

Merkmale Ausstattung und Handhabung wurden nicht bewertet. Einige besondere Merkmale sollen dennoch nicht unerwähnt bleiben. So wird die angegebene Ausgangsleistung gerne für Werbezwecke genutzt. Der Wert fällt meist höher aus, als die genormte Nennleistung. Als Kunde sollte man sich also nicht auf die Zahlen verlassen, sondern besser selbst eine Klangprobe nehmen. Wichtig sind auch die Anschlussmöglichkeiten. Der optische Digitaleingang überträgt, was der Fernseher liefert. Für die Nutzung weiterer Quellen wie Blu-Ray-Spieler oder Sat-Rekorder sind HDMI Ein- und Ausgänge wichtig. Yamaha und Bose sind dabei schon 4K/UHD-Video-kompatibel. 

Via Bluetooth oder WLAN kann sogar Musik vom Smartphone oder Tablet zur Soundbar gestreamt werden. WLAN bietet die bessere Verbindung doch das beherrscht nur die Playbar von Sonos. Sie lässt sich über WLAN mit weiteren Lautsprechern aus der Sonos-Welt verbinden und spart sich so den Subwoofer. CineMate braucht zum Musikstreamen einen WLAN-Adapter, doch der kostet extra. 

Philips Fidelio B5 wartet mit zwei abnehmbaren Lautsprechern auf, die schnurlos als Rücklautsprecher für echten Surroundsound oder einzeln als Bluetooth Lautsprecher eingesetzt werden können. 

Tipp Soll die Soundbar nicht an der Wand montiert, sondern vor dem Fernseher aufgestellt werden, darf sie nicht höher sein, als der Fuß des TV-Bildschirms, sonst verdeckt sie den unteren Bildrand. 

Fazit Mit einer Ausnahme konnten alle Soundbars den Fernsehton deutlich verbessern, und zwar nicht nur den Sound, sondern auch die Verständlichkeit der Sprache betreffend. Wer nicht am falschen Ende spart, macht mit einer Soundbar aus seinem Wohnzimmer ein echtes Heimkino .     

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Artikel von Gunnar.Doebberthin verfasst
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